Thema

Forderung, Mahnung und Betreibung

Vom Mahnschreiben über das Betreibungsbegehren bis zur Rechtsöffnung: Das Schuldbetreibungs- und Konkursrecht (SchKG) folgt festen Abläufen und kurzen Fristen. Wer sie kennt, verliert kein Geld — und wer betrieben wird, weiss, was zählt.

Ratgeber zum Thema

Betreibung in der Schweiz: der Überblick Eine Betreibung beginnt mit dem Betreibungsbegehren beim Betreibungsamt am Wohnsitz oder Sitz des Schuldners. Das Amt stellt den Zahlungsbefehl zu. Er… Betreibung: alle Fristen auf einen Blick In der Betreibung zählen vier Fristen: 10 Tage für den Rechtsvorschlag ab Zustellung des Zahlungsbefehls (Art. 74 SchKG), frühestens 20 Tage bis zum F… Zahlungsbefehl erhalten: Was jetzt zählt Ein Zahlungsbefehl ist kein Gerichtsurteil und kein Beweis für eine Schuld — betreiben kann in der Schweiz jede Person für jeden behaupteten Betrag. E… Rechtsvorschlag: Wirkung, Frist und Folgen Der Rechtsvorschlag ist die Erklärung, eine betriebene Forderung nicht anzuerkennen. Er muss innert 10 Tagen ab Zustellung des Zahlungsbefehls erhoben… Rechtsöffnung: provisorisch oder definitiv? Die Rechtsöffnung beseitigt einen Rechtsvorschlag. Definitive Rechtsöffnung setzt einen vollstreckbaren Titel voraus, etwa ein Urteil oder eine Verfüg… Was kostet eine Betreibung? Die Betreibungskosten richten sich nach der Gebührenverordnung zum SchKG und sind nach Forderungshöhe gestaffelt. Die Gläubigerseite schiesst sie vor;… Verzugszins in der Schweiz richtig berechnen Ohne abweichende Vereinbarung beträgt der Verzugszins 5 Prozent pro Jahr (Art. 104 OR). Er läuft ab Eintritt des Verzugs — also ab Mahnung oder, bei v… Mahnung oder direkt betreiben? Eine Mahnung ist vor der Betreibung rechtlich nicht zwingend, wenn bereits Verzug eingetreten ist. Sie ist aber meist der günstigere Weg: Sie kostet n… Was muss ein Betreibungsbegehren enthalten? Ein Betreibungsbegehren muss Gläubiger und Schuldner eindeutig bezeichnen, den Forderungsbetrag in Schweizer Franken angeben, den Zinsenlauf ausweisen… Die häufigsten Fehler im Betreibungsbegehren Die häufigsten Fehler im Betreibungsbegehren sind ein unpräziser Forderungsgrund, eine ungenaue Bezeichnung der Parteien, das falsche Betreibungsamt u… Betreibungsamt: Welches ist zuständig? Zuständig ist grundsätzlich das Betreibungsamt am Wohnsitz oder Sitz der betriebenen Person (Art. 46 SchKG). Für Grundstücke, Zweigniederlassungen und… Betreibungsferien und Rechtsstillstand In den Betreibungsferien und während eines Rechtsstillstands dürfen keine Betreibungshandlungen vorgenommen werden (Art. 56 ff. SchKG). Fällt eine Han… Existenzminimum bei der Lohnpfändung Bei der Lohnpfändung bleibt das betreibungsrechtliche Existenzminimum unantastbar (Art. 93 SchKG). Es setzt sich aus einem Grundbetrag und Zuschlägen … Der Verlustschein und seine 20-jährige Wirkung Der Verlustschein bescheinigt, dass eine Forderung in der Betreibung ungedeckt geblieben ist. Er gilt als Schuldanerkennung, berechtigt zur provisoris… Ungerechtfertigte Betreibung im Register Jede Betreibung erscheint im Betreibungsregister, auch eine völlig unbegründete. Einträge sind während fünf Jahren einsehbar (Art. 8a SchKG). Ein Rech… Selber betreiben, Anwalt oder LexWerk? Für einfache, unbestrittene Forderungen genügt oft der Gang zum Betreibungsamt. Sobald Rechtsvorschlag erhoben wird oder der Forderungsgrund heikel is…

Begriffe kurz erklärt

Aberkennungsklage Mit der Aberkennungsklage lässt die betriebene Person nach provisorischer Rechtsöffnung gerichtlich feststelle… Arrest Der Arrest ist die vorsorgliche Beschlagnahme von Vermögenswerten des Schuldners, um eine spätere Vollstreckun… Betreibungsbegehren Das Betreibungsbegehren ist der Antrag an das Betreibungsamt, eine Betreibung einzuleiten. Es nennt Gläubiger,… Betreibungsort Der Betreibungsort bestimmt, welches Betreibungsamt zuständig ist. Massgebend ist grundsätzlich der Wohnsitz o… Betreibungsregisterauszug Der Betreibungsregisterauszug zeigt die beim Betreibungsamt registrierten Betreibungen einer Person. Einträge … Duplik Die Duplik ist die zweite Stellungnahme der beklagten Partei im Zivilprozess — die Antwort auf die Replik der … Existenzminimum Das betreibungsrechtliche Existenzminimum ist der Betrag, der einer betriebenen Person und ihrer Familie zum L… Fortsetzungsbegehren Mit dem Fortsetzungsbegehren verlangt die Gläubigerseite, dass die Betreibung nach unbestrittenem oder beseiti… Gläubiger Gläubigerin oder Gläubiger ist, wer von einer anderen Person eine Leistung fordern kann — im Betreibungsrecht … Inkasso Inkasso bezeichnet das Einziehen offener Forderungen. Es umfasst Mahnwesen und Betreibung und kann selbst oder… Konkursandrohung Die Konkursandrohung ist die amtliche Warnung an im Handelsregister eingetragene Schuldner, dass bei Nichtzahl… Lohnpfändung Bei der Lohnpfändung wird der Teil des Einkommens, der über dem Existenzminimum liegt, direkt beim Arbeitgeber… Mahnung Die Mahnung ist die Aufforderung an die schuldnerische Partei, eine fällige Leistung zu erbringen. Sie setzt d… Pfändung Bei der Pfändung erfasst das Betreibungsamt Vermögenswerte der betriebenen Person, um die Forderung zu decken.… Quittung Die Quittung ist die schriftliche Bestätigung, dass eine Leistung erbracht wurde. Wer zahlt, hat Anspruch dara… Rechtsvorschlag Der Rechtsvorschlag ist die Erklärung der betriebenen Person, die Forderung nicht anzuerkennen. Er stoppt die … Rechtsöffnung Die Rechtsöffnung ist das gerichtliche Verfahren, mit dem ein Rechtsvorschlag beseitigt wird. Je nach Beweisla… Schuldanerkennung Eine Schuldanerkennung ist die unterzeichnete Erklärung, einen bestimmten Betrag zu schulden. Sie berechtigt z… Urkunde Eine Urkunde ist ein Schriftstück, das zum Beweis einer Tatsache bestimmt oder geeignet ist. Im summarischen V… Verjährung Nach Ablauf der Verjährungsfrist kann eine Forderung nicht mehr durchgesetzt werden, wenn die Einrede erhoben … Verlustschein Der Verlustschein bescheinigt, dass eine Forderung in der Betreibung ganz oder teilweise ungedeckt geblieben i… Verzugszins Verzugszins ist der Zins, den eine Schuldnerin oder ein Schuldner ab Eintritt des Verzugs schuldet. Ohne abwei… Zahlungsbefehl Der Zahlungsbefehl ist die amtliche Aufforderung des Betreibungsamtes, eine Forderung zu bezahlen. Ab Zustellu…

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