Rechtslexikon Schweiz
Die wichtigsten Begriffe aus dem Schweizer Recht — kurz, verständlich und mit Verweis auf die Rechtsgrundlage. Zum Nachschlagen, wenn in einem Schreiben ein Begriff auftaucht, den Sie einordnen möchten.
A
Aberkennungsklage
Mit der Aberkennungsklage lässt die betriebene Person nach provisorischer Rechtsöffnung gerichtlich feststellen, dass di…
Akteneinsicht
Das Recht auf Akteneinsicht erlaubt es, die Unterlagen eines Verfahrens einzusehen, bevor entschieden wird. Es ist Teil …
Arrest
Der Arrest ist die vorsorgliche Beschlagnahme von Vermögenswerten des Schuldners, um eine spätere Vollstreckung zu siche…
B
Betreibungsbegehren
Das Betreibungsbegehren ist der Antrag an das Betreibungsamt, eine Betreibung einzuleiten. Es nennt Gläubiger, Schuldner…
Betreibungsort
Der Betreibungsort bestimmt, welches Betreibungsamt zuständig ist. Massgebend ist grundsätzlich der Wohnsitz oder Sitz d…
Betreibungsregisterauszug
Der Betreibungsregisterauszug zeigt die beim Betreibungsamt registrierten Betreibungen einer Person. Einträge bleiben fü…
C
D
E
Einsprache
Die Einsprache ist ein Rechtsmittel, mit dem eine Verfügung bei derselben Behörde angefochten wird, die sie erlassen hat…
Einspracheentscheid
Der Einspracheentscheid ist der Entscheid der Behörde über eine erhobene Einsprache. Gegen ihn steht in der Regel die Be…
Existenzminimum
Das betreibungsrechtliche Existenzminimum ist der Betrag, der einer betriebenen Person und ihrer Familie zum Leben bleib…
F
Fortsetzungsbegehren
Mit dem Fortsetzungsbegehren verlangt die Gläubigerseite, dass die Betreibung nach unbestrittenem oder beseitigtem Recht…
Frist
Eine Frist ist ein Zeitraum, innert dem eine Handlung vorgenommen werden muss. Gesetzliche Rechtsmittelfristen sind nich…
Fristwiederherstellung
Die Fristwiederherstellung erlaubt es ausnahmsweise, eine verpasste Frist nachzuholen — wenn die betroffene Person unver…
G
Gerichtsstand
Der Gerichtsstand bestimmt, welches Gericht örtlich zuständig ist. Er ergibt sich aus dem Gesetz oder aus einer Vereinba…
Gläubiger
Gläubigerin oder Gläubiger ist, wer von einer anderen Person eine Leistung fordern kann — im Betreibungsrecht die Person…
Gütertrennung
Die Gütertrennung ist ein Güterstand, bei dem jeder Ehegatte sein Vermögen behält und allein darüber verfügt. Sie muss d…
H
I
J
K
L
M
Mahnung
Die Mahnung ist die Aufforderung an die schuldnerische Partei, eine fällige Leistung zu erbringen. Sie setzt den Verzug …
Mietzinsdepot
Das Mietzinsdepot ist die Sicherheit, die Mietende bei Vertragsabschluss leisten. Es muss auf einem Sperrkonto auf ihren…
Mängelrüge
Mit der Mängelrüge zeigt die käuferische Partei einen Mangel an. Sie muss sofort nach Entdeckung erfolgen, sonst gilt di…
N
Nachfrist
Die Nachfrist ist eine letzte Frist zur Erfüllung, die vor dem Rücktritt vom Vertrag anzusetzen ist. Sie muss angemessen…
Nichtigkeit
Ein nichtiger Vertrag ist von Anfang an unwirksam. Nichtigkeit tritt ein bei unmöglichem, widerrechtlichem oder sittenwi…
Novenrecht
Das Novenrecht regelt, wann neue Tatsachen und Beweismittel in einen laufenden Prozess eingebracht werden dürfen. Nach d…
O
P
Q
R
Rechtliches Gehör
Das rechtliche Gehör gibt jeder betroffenen Person das Recht, sich vor einem Entscheid zu äussern, Akten einzusehen und …
Rechtskraft
Rechtskraft bedeutet, dass ein Entscheid nicht mehr mit ordentlichen Rechtsmitteln angefochten werden kann. Eine Verfügu…
Rechtsmittelbelehrung
Die Rechtsmittelbelehrung ist der Teil einer Verfügung, der angibt, welches Rechtsmittel offensteht, innert welcher Fris…
Rechtsvorschlag
Der Rechtsvorschlag ist die Erklärung der betriebenen Person, die Forderung nicht anzuerkennen. Er stoppt die Betreibung…
Rechtsöffnung
Die Rechtsöffnung ist das gerichtliche Verfahren, mit dem ein Rechtsvorschlag beseitigt wird. Je nach Beweislage erfolgt…
Revision
Die Revision erlaubt es, einen rechtskräftigen Entscheid neu zu beurteilen, wenn erhebliche neue Tatsachen oder Beweismi…
S
Schadenersatz
Schadenersatz ist der Ausgleich eines erlittenen Vermögensnachteils. Vorausgesetzt sind ein Schaden, ein haftungsbegründ…
Schlichtungsverfahren
Das Schlichtungsverfahren ist der obligatorische Einigungsversuch vor dem Zivilprozess. In Miet- und Arbeitssachen ist e…
Schuldanerkennung
Eine Schuldanerkennung ist die unterzeichnete Erklärung, einen bestimmten Betrag zu schulden. Sie berechtigt zur proviso…
Selbstanzeige
Mit der Selbstanzeige meldet eine steuerpflichtige Person nicht deklariertes Einkommen oder Vermögen nach. Unter bestimm…
Solidarhaftung
Bei Solidarhaftung kann die Gläubigerseite die ganze Leistung von jeder einzelnen der haftenden Personen fordern. Der in…
Sperrfrist
Während einer Sperrfrist darf der Arbeitgeber nicht kündigen — etwa bei Krankheit, Unfall, Schwangerschaft oder Militärd…
Strafbefehl
Der Strafbefehl ist ein Strafentscheid der Staatsanwaltschaft ohne Gerichtsverhandlung. Ohne Einsprache innert 10 Tagen …
T
U
V
Verfügung
Eine Verfügung ist ein hoheitlicher Einzelakt einer Behörde, der Rechte oder Pflichten verbindlich regelt. Sie wird rech…
Verjährung
Nach Ablauf der Verjährungsfrist kann eine Forderung nicht mehr durchgesetzt werden, wenn die Einrede erhoben wird. Die …
Verlustschein
Der Verlustschein bescheinigt, dass eine Forderung in der Betreibung ganz oder teilweise ungedeckt geblieben ist. Er wir…
Verzugszins
Verzugszins ist der Zins, den eine Schuldnerin oder ein Schuldner ab Eintritt des Verzugs schuldet. Ohne abweichende Ver…
W
Z
Zahlungsbefehl
Der Zahlungsbefehl ist die amtliche Aufforderung des Betreibungsamtes, eine Forderung zu bezahlen. Ab Zustellung läuft e…
Zession
Die Zession ist die Abtretung einer Forderung an eine andere Person. Sie bedarf zur Gültigkeit der Schriftform und brauc…
Zustellung
Die Zustellung ist die formelle Übergabe eines behördlichen Dokuments. Sie löst den Fristenlauf aus. Bei eingeschriebene…
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